Das nächste Kapitel beginnt

Der Titel verrät es, Corona, die unendliche Geschichte schreibt ein neues Kapitel. Die Folgewirkungen von Corona werden sichtbar. Vor allem in der Wirtschaft. Während die Verwaltung den Amtsschimmel weiter füttert, Lehrer:innen sich (geimpft) auf die Sommerferien vorbereiten, steht die Wirtschaft vor einem riesigen Aufgabenberg.

Ein Thema wird sich unseres Erachtens schnell wieder in den Vordergrund spielen, insbesondere wenn die Wirtschaft wie prognostiziert wieder anspringt. 

Der Nachwuchs- und Fachkräftemangel wird sich dramatisch verschärfen 

Zehntausende von Schülerpraktika haben 2020 und auch 2021 nicht stattgefunden, diese wichtige Werbeplattform von Unternehmen ist völlig weggefallen. Manche Branchen wie Gastronomie und Hotelgewerbe konnten kaum ausbilden und ihnen fehlt ein kompletter Jahrgang. Student:innen die seit 18 Monaten keine Universität gesehen haben, werden ihr Studium verlängern oder später beginnen. Entsprechend später werden sie auf den Arbeitsmarkt kommen. Die digitale Wüste auf Staatsseite konnte man genervt betrachten, jetzt werden die Auswirkungen die Wirtschaft mit aller Wucht treffen. 

Alle würden gebraucht werden, wenige werden es stemmen müssen

Theoretisch würden alle gebraucht werden, um diese Aufgabe zu lösen. Schulen, Verbände, Universitäten, Arbeitgeber:innen mit neuen Konzepten und schneller Umsetzung. Praktisch haben wir aber gelernt, selbst in einer Pandemie bewegt sich die Verwaltungsmaschine nicht schneller. Daher wird es wohl auf wenige ankommen.

Beginnend mit den Personalabteilungen in den Unternehmen, die neue Angebote für die Potenzialkräfte entwickeln müssen. Warum nicht ein kombiniertes Traineeprogramm mit begleitendem Fernstudium, warum nicht über die großen Handelskammern und andere Verbände attraktive Weiterbildungsmöglichkeiten schaffen, die helfen Fachkräfte zu binden? Mit anderen Firmen in der Region Kontakt aufnehmen und Kooperationsmöglichkeiten ausloten, zum Beispiel gemeinsam im Ausland nach Fachkräften suchen.  Vom ganzen Blumenstrauß modernem Personalmanagement wie Online Coaching, Homeoffice und so viel mehr ganz zu schweigen. 

Die Wirtschaft ist mehr denn je, auch in diesem Thema auf sich selbst angewiesen. Denn es ist nicht davon auszugehen, dass sich im Bildungssektor irgendetwas ändert und falls doch, dann sicher nicht schnell. 

Gut ausgebildete Fachkräfte waren schon vor Corona knapp, die Lockdown Phasen haben das Thema verschärft. Es mag nicht ganz oben stehen auf den Aufgabenlisten der Unternehmen, sollte es aber, denn es wird aller Voraussicht nach das größte Wachtumshemmnis der nächsten Jahre sein. 

Wir haben zu diesem Thema Ihnen ein paar vertiefende links beigelegt:

ZDF: Generation Corona: „Effekt leider eindeutig“

Business Insider: Trotz Corona: Wo auch 2021 Fachkräftemangel droht – und was Unternehmen dagegen tun

Markt und Mittelstand: Warum die Corona-Krise den qualitativen Fachkräftemangel verschärft

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