Herbstzeit ist Messe- und Kongresszeit. Wo man hinschaut legen sich Konsummarken mächtig ins Zeug für ihre Zielgruppen attraktiv zu erscheinen. Die Zielgruppen, um die sich so viele bemühen, sind die 14 – 49jährigen. Konsumfreudig, offen für Neues und irgendwie modern. Manches gelingt, vieles geht schief. Wenn es schief geht, dann ist der Fehler eigentlich schnell gefunden. Denn im Umgang mit dem Kunden, gelten immer die vier goldenen Regeln:

  • Authentizität 
  • Transparenz
  • Geschwindigkeit 
  • Dialog auf Augenhöhe.

Jeder Regelverstoß wird vom Kunden wahrgenommen und zunehmend seltener toleriert. Der erste Punkt ist wohl der Wichtigste. Die Marke, das Unternehmen ist wie es ist. Das authentisch rübergebracht, ist mehr wert als jede aufwändige Imageveränderung, die es in aller Regel doch nicht schafft. Besser ist es sogar, wenn die Marke nicht jedem Trend hinterherläuft. Wer sich selber treu bleibt, dem bleibt auch der Kunde treu. Dies heißt natürlich nicht, dass man nicht mit der Zeit gehen sollte. 

Beispiel Transparenz: Die Kunden wollen heute mehr denn je wissen, wo kommt das Produkt her, wird es fair hergestellt und so weiter. Wer in diesem sensiblen Bereich arbeitet und dem Kunden nicht zuhört, der hat auf lange Sicht echte Probleme. Wenn man aber weiß wie man ist, dann bringt man es weit. 

Ein Geburtstagskind, dass dies wohl alles richtig gemacht hat, wird gerade 100.  Wir gratulieren!

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/trigema-wird-100-oberaffenuncool-a-1293197.html

Fast die gesamte Textilwirtschaft ist aus Deutschland in dieser Zeit ausgewandert. Macht zig neue Kollektionen im Jahr und kämpft mit seinem Image an der Umwelt- und Produktionsfront. Einer ist geblieben. 

Ein anderes Beispiel: Nachhaltigkeitsberichte, „green washing“, fast alle arbeiten sehr daran, dem Verbraucher ein gutes Gewissen bei dem Produktkauf mitzugeben. Es kann nicht schnell genug sein, nicht regional genug. Schwierig für viele Verbraucher, wenn ein Produkt als ökologisch verkauft wird, das ganze andere Sortiment des Herstellers eher nicht. Glaubwürdigkeit ist anders. Wenn man in einer solchen Zeit als Unternehmer Sendezeit im Redaktionsteil der Sender bekommt und man vor lauter Lob und schönen Bildern sogar mit eigenem Logo zeigen kann, dann sind die 4 Regeln plötzlich unglaublich viel Geld wert. 

Auch hier gratulieren wir: 

https://www.zdf.de/nachrichten/heute/deutscher-umweltpreis-diesjaehrige-preistraeger-benannt-100.html

Der gestandene Unternehmer sagt auch gleich die Schlüsselworte: Glaubwürdigkeit und Langfristigkeit. So einfach ist das wohl, vielleicht zu einfach?