Kinder, wie die Zeit vergeht

Sie kennen diesen Stoßseufzer sicherlich auch von irgendwoher. Meist wird er genutzt, wenn man mal wieder merkt, wie schnell sich die Themen und die Zeit verändern, oft getrieben von den Menschen, die ja gestern noch Kinder waren. Die Millennial Generation drängt zwar nicht mit ausgefahrenen Ellenbogen nach vorne, aber sie bahnt sich beharrlich und smart ihre Wege. Andere Sichtweisen, andere Wünsche, andere Bedürfnisse sind ihnen zu eigen. Dranbleiben und manchmal auch einfach den Wandel genießen, kann man der noch stark vertretenen aber in die Jahre kommenden Babyboomer Generation nur zurufen.

Eine kleine Auswahl von dem was so passiert, haben wir mit den folgenden Links zusammengestellt. Nicht repräsentativ, aber sie gehören alle zu den Wirtschaftsbereichen, in denen sich Ribbon bewegt. Nicht umsonst suchen auch wir zur Verstärkung unseres Teams einen weiteren Millennial.

Medien:

Eine Meinung von Felix Dachsel, Vice Chefredakteur in Deutschland, der weiß wovon er spricht, denn Vice beschäftigt sich mittlerweile auch schon seit 26 Jahren in mehreren Ländern mit Jugendkultur.

Es mag nicht jedem in Ehren ergrauenden Redakteur gefallen, macht es doch die Unterschiede in kurzen klaren Sätzen deutlich. Und natürlich hat er recht, wenn er sagt, die Konkurrenz ist auch für Journalismus im Zweifelsfall Netflix.

Felix Dachsel über Journalismus zwischen Boomern und Millennials

Konsum:

Es wird viel diskutiert über die Zukunft der Innenstädte. Exemplarisch diesmal Frankfurt:

Wie durchhalten im Shutdown?

Geld wird gefordert und auch gegeben. Aber wie empfinden eigentlich die Millennials die Auswahl und das Angebot in den Innenstädten.

Keine guten Nachrichten für Bewahrer hat diese Studie im Angebot. Die Studie ist deswegen so relevant, weil kleinere Städte wie Ravensburg in Baden-Württemberg genauso teilgenommen haben wie die Metropolen. Eine kurze Zusammenfassung hier:

Konsumverhalten

Ein „weiter so“ wird es mit dieser Generation auf den reinen Einkaufsstraßen des Landen also kaum geben.

Führung:

Noch in den 80ern fanden sich viele Manager ziemlich gut, wenn sie den Satz von Michael Douglas aus Wallstreet zitiert haben. „Lunch is for looser“. Heute wäre dieser Spruch wohl ungefähr so sexy wie ein Hautausschlag. Die Millennials erwarten etwas völlig anderes: Unterstützung, Weiterentwicklung, Begleitung. Es ist mehr eine Partnerschaft auf Augenhöhe, die angestrebt wird. Ich (Millennial) gebe Dir mein Wissen, meine Zeit, mein Engagement und Du (Führungskraft) gibst mir Deine Erfahrung, unterstützt mich und lässt mich lernen. Wer das nicht will oder kann, wird es schwer haben bei der Generation zu landen. Nebenbei, Führungskarrieren seit Babyboomer Zeiten immer in der Pole Position im Vergleich zu Fachkarrieren, ist bei weitem nicht mehr so beliebt. Personalberatungen können ein Lied davon singen.

Führungskraft in Krisenzeiten

Die Leute wollen spüren, dass Führungskräfte in dieser Ausnahmesituation manchmal ebenso unsicher sind und nicht auf alle Fragen sofort eine Antwort haben.“

Facebook-Deutschland-Chef Tino Krause sagt im „W&V“-Interview, dass es als Manager aktuell nicht mehr nur darum geht, Stärke zu zeigen. Die „menschliche Komponente, die Authentizität“ sei in der Krise besonders gefragt (gefunden bei turi)

Es tut sich was jenseits der Herausforderungen der Gegenwart, aus unserer Sicht sind die Millennials  eine Generation, auf die man sich freuen kann. Sie haben die Schere in der Hand, um alte Zöpfe abzuschneiden, auch in Lockdown-Zeiten.

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