HURRA, Wiederholung!

Es weihnachtet auch bei uns langsam. Spannend ist, wie sehr alle sich auf bestimmte Rituale freuen. Die eine Kollegin zieht den durchaus anstrengenden Pulli aus Kanada mit der Weihnachtsfigur aus Paletten raus, der andere fragt sich, was es wohl dieses Jahr neben dem Weihnachtsessen an Teamaktivität gibt und auch Zuhause geht es so weiter. Die Kinder, nun auch schon erwachsen, wollen Heiligabend keine Abweichung vom Menüplan und auch nicht vom Bescherungsritual. Also kein Platz für Neuerungen, Rituale wohin man schaut. Selbst die Weihnachtsverweigerer kommen jedes Jahr mit den gleichen Argumenten und haben das Ritual, gegen alles zu sein. Warum sind Rituale so wichtig wie das Facebook-Gemeckere, dass die Lebkuchen immer früher im Handel sind (stimmt nebenbei nicht). Im nachstehenden Link finden Sie folgendes Zitat:

„Bewusst gesetzte Rituale können uns also helfen, unserem Körper (und damit auch unserem Geist) Phasen der Ruhe zu geben. Einfach aufgrund der Regelmäßigkeit. Und damit Energie zu gewinnen sowie Freiräume zu schaffen für die Menschen und Aktivitäten, die uns wichtig sind“

Und wenn die Rituale dann noch produktiv sind (morgens immer die Unterschriften leisten, damit der Betrieb weiterarbeiten kann, das Teammeeting, in dem man effizient Entscheidungen trifft und Vernetzung schafft … usw.), dann sind sie ein echter Gewinn für Alle.

Das Portal „Karrierebibel“, etwas weniger esoterisch angehaucht, nennt Rituale Ankerpunkte im Leben. Nur wenn man Ankerpunkte hat, kann man eben auch wieder auf die offene See und Neues entdecken.

https://karrierebibel.de/rituale/#Diese-Rituale-sollten-Sie-in-Ihrem-Leben-haben

Das Weihnachten das ideale Fest ist, diesen Ritualen hemmungslos zu frönen, liegt in der Natur der Sache. Jahresende naht, es wird in sehr vielen Ländern gefeiert und damit selbst für globale Konzerne eine Chance runterzufahren. Diese Lücken, die das Jahr da hinterlässt, sind der ideale Raum für Rituale. Ein Beispiel aus Schweden: Das Land, das ganzjährig Zimtschnecken verzehrt, steigt an Weihnachten auf Safran-Gebäck um. Eine der höchsten Einschaltquoten erzielt das schwedische Fernsehen am Heiligabend-Nachmittag mit … Lesen Sie am besten selber:

Und die Schweden müssen es ja wissen, sind sie dem Weihnachtsmann doch geographisch schon soviel näher als wir.

Also, einen schönen 2. Advent, viel Spaß bei den Nikolausritualen und nebenbei – gegen alle Rituale sein, ist auch ein Ritual.

Autor: Thomas Hohlfeld

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