Gastbeitrag von Marc Kögel: Erfolgreich Webinare nutzen – worauf Sie achten sollten

Als Fine Art Fotograf und Workshopleiter habe ich mich schon weit vor Corona mit Online Workshops und Webinaren auseinandergesetzt. Das kam dadurch, dass ich immer wieder von Menschen in den abgelegensten Teilen der Welt gefragt worden bin, meine Art der Fotografie zu teilen oder zu unterrichten. Jetzt im Home-Office, hat dieses Thema noch mal eine ganz besondere Bedeutung gewonnen. Hier ein paar Tipps für Sie, wie Sie ein erfolgreiches Webinar abhalten können:

1. Ein gelungener Einstieg ist wichtig

Ihre Teilnehmer können sich verspäten, Sie aber sollten Ihre Präsentation natürlich pünktlich beginnen. Gerade in den ersten Minuten ist es wichtig, die Aufmerksamkeit Ihrer Teilnehmer zu halten. Beginnen Sie mit einer kurzen Begrüßung, und danach mit einer Übersicht der Themen, die sie behandeln wollen. Ihr Ziel sollte sein, dass sich jeder Teilnehmer binnen kurzer Zeit bestätigt fühlt, hier genau richtig zu sein.

2. Halten Sie Ihre Präsentation kurzweilig und sorgen Sie für einen klaren Aufbau

In der Kürze liegt die Würze. Überladen Sie Ihre Präsentation nicht mit textintensiven Folien, denn es ist nur zu leicht für Ihre Teilnehmer, Ihre Aufmerksamkeit auf andere Dinge abschweifen zu lassen. Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche, und integrieren sie wenn möglich Bilder, Videos oder auch Animationen. Das hilft, Ihre Präsentation abwechslungsreich und aufregend zu gestalten. Noch ein wichtiger Punkt: Eigenmarketing ist zwar wichtig und angemessen, sollte aber in Maßen erfolgen.

3. Dialog statt Monolog

Ein Webinar sollte interaktiv sein, nutzen Sie die Chance, direkt von Ihren Kunden zu hören und somit eine engere und tiefere Verbindung aufzubauen. Nutzen Sie hierzu Fragen, Kommentare und Abstimmungen. Dies ist ein wichtiger Unterschied eines Webinars zu einem Video auf YouTube, wo die Interaktivität auf Kommentare erst nach der Präsentation beschränkt ist. Anstatt alle Fragen erst am Ende zu beantworten, sollten Sie regelmäßige Pausen einfügen, um diese zu beantworten – das schafft Abwechslung und lockert die Präsentation auf. Ermutigen Sie auch zu Kommentaren, wie zum Beispiel, von woher ein Teilnehmer Ihnen zuschaut. Durch Abstimmungen können Sie wertvolle Information über Präferenzen ihrer Teilnehmer erhalten.

4. Holen Sie sich Unterstützung

Es ist eine große Herausforderung, ein Webinar als Presenter alleine laufen zu lassen. Besonders bei Kommentaren und Fragen kann Unterstützung sehr wichtig sein, damit Sie sich ganz auf Ihre Präsentation konzentrieren können.

5. Achten Sie auf die Features Ihrer Webinar-Plattform

Auf den ersten Blick scheinen viele Webinar Plattformen sehr ähnliche Eigenschaften anzubieten. Aber im Detail finden sich wichtige Unterschiede. Auf Folgendes sollten Sie achten:

  • Aufnahme-Funktion: Diese gibt registrierten Teilnehmern die Möglichkeit, Ihr Webinar auch zu schauen, wenn sie es kurzfristig verpasst haben. Und Sie können die Aufnahme natürlich auch für Ihre weiteren Zwecke nutzen.
  • Kommentare, Fragen und Abstimmungen, übersichtlich angeordnet: Einige Anbieter bieten sogar an, Fragen von anderen Teilnehmern zu ‘upvoten’, oder aufzuwerten. Damit kann sich der Referent dann auf die wichtigsten oder beliebtesten Fragen konzentrieren.
  • Webinar sollte ohne Software Installation auf dem Rechner und dem Handy / Tablet laufen. Je einfacher die Bedienung, desto mehr Beteiligung und höhere Teilnehmerzahlen können Sie erwarten.
  • Call to action, oder ‘konkrete Handlungsaufforderung an ihre Teilnehmer’: Dieses ist meist ein Link, der hervorgehoben und gut sichtbar ist und natürlich von Ihnen bestimmt werden kann. Leiten Sie hier Ihre Teilnehmer zu weiteren Angeboten, Ihre E-Mail-Listen etc. weiter.
  • Video und andere Dateien lassen sich bereits vor dem Webinar hochladen und können dann währen der Präsentation geteilt werden. Der Vorteil hier besteht darin, dass die Wiedergabe von datenintensiven Inhalten flüssiger erfolgen kann, wenn sie direkt vom Server der Webinar-Plattform abgespielt wird.
  • Detailreiche Analyse nach dem Webinar. Dazu gleich mehr.

6. Nachanalyse und Eigenmarketing nicht vergessen

Eine detaillierte Nachanalyse hilft Ihnen bei der Auswertung Ihres Webinars. Schauen Sie sich alle Fragen, Kommentare und Abstimmungen nochmals genau an. Sehen Sie, wieviel Prozent der angemeldeten Teilnehmer wirklich erschienen sind, und welche wann Ihr Webinar verlassen haben. Nutzen Sie die gesammelten Kontaktdaten für eine follow-up E-Mail, in der Sie natürlich auch ein wenig mehr Eigenwerbung zu Ihrer Person oder Ihrem Produkt nicht vergessen sollten.

Marc Kögel ist Inhaber und Leiter von Vancouver Photo Workshops Ltd. in Kanada und international ausgezeichneter Fotograf für Landschafts- und Architektur Fotografie. Weitere Informationen finden sie unter marckoegel.com

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