Wir, die selber Führungsverantwortung in unserem Leben getragen haben, sind überzeugt davon, dass es billig ist, alles bei den Führungskräften abzuladen, was im Unternehmen nicht läuft und damit auch die Verantwortung für die Gestaltung seines eigenen Arbeitsbereiches großzügig zu delegieren. Wir sind überzeugt davon, dass moderne Arbeitswelten wie sie von Arbeitnehmern oft gefordert werden auch ein hohes Maß an Eigenverantwortung beinhalten. Das eine zu fordern oder das andere zu akzeptieren ist eine Rechnung, die nicht aufgeht. 

Wir glauben aber auch, dass Führung bedeutet voranzugehen und Zeichen zu setzen, als Vorbild oder auch einfach, um nicht mehr von Anderen zu fordern als man zu geben bereit ist. 

Als dieser Artikel vor ein paar Tagen in der „Welt“ erschien, haben wir uns gefragt: „Wo waren die Führungskräfte?“ Hier wären sie echt gefordert gewesen, die Aufgabenstellung war überschaubar einfach. Kaffeetrinken und Kuchen essen. Machbar, aber nicht geschehen. Einzelfall? Glaubt man den genannten Zahlen, eher ein Massenphänomen. Lesen Sie selber, ich bin überzeugt viel wichtigere Termine gab es parallel nicht. 

https://www.welt.de/wirtschaft/karriere/article199691408/Expats-Was-auslaendische-Fachkraefte-an-Deutschland-kritisieren.html