Die Zeit läuft, laufen Sie mit?

Tik Tak Tik Tak, jeden Morgen erwacht dieses Murmeltier neben meinem Bett. Wie bei einer Stechuhr mache ich den Alarm schon mal vorsorglich aus, damit keines der kleinen Monster aufwacht. Ein paar Minuten schenke ich mir, bevor der tägliche Wahnsinn wieder anfängt. 

6 Uhr Tik Tak die Zeit läuft und GO– Anstoß Mama, die Kinder sind geweckt, der Kaffee ist gekocht, die Brote auf dem Tisch, pass zu Papa. Papa sorgt dafür, dass die Kinder anständig essen, pass zu Mama (in der Zwischenzeit komplett angezogen und gestylte). Mama täuscht an und schießt gekontert beide Kinder in das Badezimmer, Zähneputzen und Anziehen. Schulranzen check, Turnbeutel check, Frühstück check, und Tooooooor, mal wieder hat es Team Mama und Papa erfolgreich geschafft, beide Kinder rechtzeitig, angezogen und gesund zur Schule zu schicken. 

Aber gleich geht es weiter, inzwischen 8:00 Uhr, Mama heißt jetzt Frau Kögel und muss los zur Arbeit. In der Bahn geht Frau Kögel durch Ihre Emails, stellt sicher, dass Sie bereit ist, auf das was Sie im Office erwartet. Noch schnell eine E-Mail raus und Nachrichten gelesen. 8:30 im Office angekommen. Alles läuft nach Routine bei Ribbon. 12:30 Handy klingelt, oh nein, es ist die Schule. Ihr Kind hat Durchfall, kommen Sie bitte und bringen Sie Wechselklamotten. Papa nicht erreichbar und Frau Kögels Gehirn muss sich anstrengen, der Zeit nicht hinterher laufen zu müssen. Bahn fährt 12:55 Uhr du hast noch 10 Minuten, um alle Dinge auf dem Server abzuspeichern, damit du von zu Hause aus arbeiten kannst. Sind alle Termine koordiniert? Habe ich nichts vergessen? Mit diesen Gedanken läuft Frau Kögel los. Chef wünscht gute Besserung. 

Diese Hürden, die man im alltäglichen Leben manchmal meistern muss, macht es schwer, sich voll und ganz auf die Arbeit zu konzentrieren, wie auch voll und ganz auf die Bedürfnisse seiner Familie. Besonders Alleinerziehende Elternteile müssen hoch organisiert sein und haben die Zeit immer im Nacken. Oft schleicht sich bei vielen das Gefühl ein, beiden Komponenten im Leben nicht mehr gerecht zu werden, im schlimmsten Fall sogar das Gefühl zu haben, in allem was man macht, egal wie sehr man sich anstrengt, zu versagen. Ständig das Gefühl zu haben, man hat einfach nicht genügend Zeit ist ein hoher Stressfaktor. Laut TK-Stressstudie 2016 zeigt sich, dass besonders die zischen 30- bis 39- Jährigen, die oft im Aufbau ihrer Karriere stehen und Kinder erziehen, ein hohes Level an Stress erfahren: „In der sogenannten Sandwichgeneration kennen 82 Prozent Stresszustände, ein Drittel von ihnen bezeichnet sich sogar als häufig gestresst“ 

(Quelle: TK-Stressstudie 2016)

Folgen des Dauerstresses sind häufig chronische Krankheiten, Kopf- und Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit, bis hin zum Burnout. Was machen, wenn Sie das Gefühl haben, immer der Zeit hinterher zu laufen oder nicht zu genügen: 

Sprechen! 

Sprechen Sie mit ihren Kollegen und Vorgesetzten, sprechen Sie mit ihrem Partner. Erklären Sie ihre Situation und versuchen sie alternativen und Kompromisse für stressige Zeiten zu finden. Bei einer vorherigen Arbeitsstätte hatte ich immer den schleichenden Gedanken, dass mich jeder kontrolliert. Wann kommt Sie, wann geht Sie, ach schon wieder einen Anruf von der Schule, bekommt Sie Ihren Job noch hin? Es war ein tägliches Spießrutenlaufen, aber von wem? Nicht von meinen Vorgesetzten, aber vor allen Dingen von Kollegen, die teils in der gleichen Situation steckten wie ich. Ach, Kind krank, habe ich letzte Woche auch hinbekommen, stell dich nicht so an! Heute habe ich das große Glück für eine Firma zu arbeiten, in welcher ich das Gefühl bekomme, trotz Teilzeit und den gelegentlichen Ausfällen, eine gute Arbeit abzuleisten. Die Kommunikation zwischen den Kollegen stimmt und ich habe nicht mehr das Gefühl, für fehlende Zeiten an meinem Arbeitsplatz was aufholen zu müssen. Die entstandene Lücke wird vom Team mit aufgefangen. Das erfordert von jedem eine hohe Flexibilität und Verständnis. Das innerbetriebliche Klima ist so wichtig, wie die Kommunikation zum Kunden. Ansonsten hören Sie demnächst die Ansage: 

“Ribbon, was wollen Sie denn schon wieder!!” 

Xenia Kögel
Xenia Kögel

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