Corona: was nun, Forecasting?

Man kann es als Corona oder Covid-19 bezeichnen. Für die einen ist es eine Pandemie ungeahnten Ausmaßes, für die anderen ein Schrecken, den es noch zu bewerten gilt. Zweifellos einig werden sich aber mit Gewissheit alle darin sein, dass dieser Virus uns unvorbereitet getroffen hat, mit systemverändernden Konsequenzen. Derzeit versucht man überall, wieder zur Normalität zurückzukehren. Fallzahlen sinken, Beschränkungen werden gelockert und Mitarbeiter kommen aus dem Homeoffice zurück. Gerade pünktlich, um die Prognosen für die zweite Jahreshälfte zu erstellen und sich für die bevorstehenden Budgetrunden zu wappnen. Doch wo vor wenigen Wochen noch etablierte Prozesse auf sensibel gepflegte, historische Muster getroffen sind, sitzen heute verunsicherte Menschen, die ratlos Fragen auf Antworten suchen, die selbst Virologen und Regierungen nicht beantworten können. Kommt eine zweite Welle? Falls ja, wann? Wird es dann einen Impfstoff geben? Oder einen neuen Lockdown? Wird es in Deutschland tatsächlich mehr Homeoffice geben und falls ja, wird das einen Einfluss auf die Intraday-Verteilung haben? Die Liste der Fragen kann problemlos erweitert werden. Im Gegensatz zu den qualifizierten Antworten.

Was also tun?

Wir haben in den letzten Wochen viele Gespräche mit Experten geführt und die Antworten reichen von „wir ignorieren das Jahr 2020 komplett“ bis „wir analysieren und versuchen die Daten so gut es geht zu bereinigen“. Alle Maßnahmen, die man uns nannte, waren valide. So unterschiedlich sind die jeweiligen Ausgangssituationen, dass es den einen richtigen Weg nicht zu geben scheint. Derjenige, dessen Abweichung am Ende am geringsten ist hat alles richtig gemacht – oder einfach Glück gehabt? Wahrscheinlich etwas von beidem.

So einfach? Würfeln und beten?

Nein. Auch wenn die Ausgangssituation komplex ist und die Zukunft sehr viele unbekannte Variablen hat, gibt es etwas, das jetzt jeder machen kann. Die eine Maßnahme, die für alle gleichermaßen gilt, lautet: Vorbereitet sein.

Beim Thema Workforce-Management geht es um Planung. Als Zeit ein kritischer Faktor war, hat Covid-19 uns unvorbereitet getroffen. Wir waren „planlos“ und haben wertvolle Zeit verloren. Manche nur wenige Tage, andere mehrere Wochen. Vorbereitet waren die wenigsten. Nutzen Sie also die aktuelle Phase, in der wir denken, es entwickelt sich alles wieder zur Normalität und bereiten Sie sich vor. Erstellen Sie mehrere für Sie realistische Szenarien und entwickeln Sie abhängig davon Aktionspläne, damit Sie und Ihre Mitarbeiter im Bedarfsfall handlungsfähig bleiben. Die dadurch gewonnene Sicherheit und Souveränität werden Ihnen und Ihren Mitarbeitern helfen, die nächste Krise noch souveräner zu meistern. Und falls doch alles nach Plan läuft, haben Sie mit der Gewissheit, vorbereitet zu sein, wenigstens etwas besser schlafen können. 

Uwe Leyendecker
Uwe Leyendecker

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