CCW 2020: Die Arbeit hat begonnen

Kurz nach dem Feedback der Kongressbesucher – und ein paar Tagen Luftholen – beginnen die Vorarbeiten für den Kongress des kommenden Jahres, traditionell mit einer Sitzung des Fachbeirats. Die Aufgabe besteht darin, ein Gefühl für die aktuellen Themen der Branche zu bekommen und zu erarbeiten, was die Branche (auch) nächstes Jahr umtreibt.

Klar war schnell, dass Innovation in jeder Form Gegenstand der Diskussion bleibt. Spannender wurde es dann bei den anderen Themen, selten wurde so intensiv im Fachbeirat diskutiert. Einig war sich die Gruppe, die eine große Marktbreite darstellt, dass 2020 durch konkretes Machen geprägt sein wird. Die Herausforderungen wachsen schneller, als dass die technischen Möglichkeiten Erleichterung verschaffen können.

Ein großes und bekanntes Problem, das lange nicht strategisch angegangen worden ist, fällt schon heute als betriebswirtschaftlicher Risikofaktor auf: Personalfluktuation ist, wenn man es ehrlich rechnet, eine der schlimmsten Ertragsvernichter der Branche. Es geht nicht nur um die reinen Kosten für Recruitment, sondern um Trainingskosten, sinkende Erträge durch mangelhafte Qualität, von dem schleichenden Imageverlust an den Standorten ganz zu schweigen. Fluktuation von unter 20 % wird fast schon gefeiert – und dabei stehen wir erst am Anfang dieser Entwicklung.

Ein weiterer Punkt war die sich abzeichnende Entwicklung zu einem Markt, der immer mehr Marktteilnehmer verliert und eine klare Tendenz zu großen und internationalen Unternehmen hat. Der Mittelstand und Unternehmen mit einem Bedarf von weniger als 50 Seats tun sich schon heute schwer, ein ausreichendes Angebot an Partnern zu finden, die sich über einen Auftrag freuen.

Hoch her ging es beim Thema Schnittstelle Dienstleister zu Kunde. Wird bei den Auftraggebern investiert, auch und gerade um Personal zu halten und zu fördern, so regiert bei der Dienstleisterauswahl immer noch der Einkauf, der oft phantasielos einzig und alleine den Preis in den Fokus schiebt. 

Sie hören schon, es gab viel zu diskutieren. Einig war sich die Gruppe, dass die Themen alle hinlänglich bekannt sind. Unsere Branche hat also kein Erkenntnisproblem, sondern ein massives Defizit in der Umsetzung.

Die Arbeit am Programm 2020 hat begonnen, es wird spannend.

Thomas Hohlfeld
Thomas Hohlfeld

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