Unsere kleine Rundreise durch die Welt des Gins führt uns heute nach Schottland auf die Isle of Mull, die zu den inneren Hebriden gehört. Dort vermutet man natürlich den Ursprung eines Whisky. Vollkommen richtig gedacht. Aber eben nicht nur.

Gin finanziert Whisky

Whisky bindet Kapital. Da produziert man etwas und es muss mindestens drei Jahre liegen. Ohne Gewinn. Aber mit Kosten: Lagerung, und auch der Angels share (der Teil der schlicht verdunstet) schlägt negativ zu Buche. Da ist ein Gin, den man produziert und direkt verkaufen kann doch eine feine Sache, um die Kasse etwas zu entlasten bzw. wieder zu füllen. So entstanden nicht wenige gute Gins, als eine Maßnahme, um die Whiskyproduktion und -lagerung mit zu finanzieren.

Gin trifft frischen Whisky

Unser heutiger Gin kommt nun aus einer Whisky-Brennerei, die eine spannende Idee hatte: Gin mit ihrem New Make zu kombinieren. New Make ist das Destillat, welches bei der Whiskyproduktion direkt aus der Brennblase kommt. Sozusagen das Basismaterial, welches eingelagert wird und dann im Zusammenspiel mit Holz, Zeit und Klima zu dem wird, was wir als Whisky kennen.

Dieser klare Brand findet nun seinen Weg in den heutigen Gin. Auf dem Bar Convent Berlin konnte ich den New Make pur riechen und es war ein wunderbarer malziger Geruch. Von diesem New Make kommen nun 7% in den Gin und verleihen ihm ein ganz besonderes Aroma.

Perfect Serve Tobermory Gin
Wunderbare Kombination: Der Tobermory Gin mit Doctor Polidori Tonic

So schmeckt der Tobermory Gin

In der Nase ist der Gin fruchtig, hat fast schon weinartige Züge. Der malzige Hauch ist da, der Gin riecht wie frisches Brot, das man aufbricht. Wacholder ist dabei nicht so dominant, spielt aber mit.

Probiert man den Tobermory Gin ist ein Wechselspiel aus Frucht und Schärfe präsent. Warm und weich, gekoppelt mit Noten von Erdbeeren, entfaltet sich der Gin im Mund. Ein wenig Kamillen-Aroma ist zu erahnen und man merkt den Geschmack von Tee auf der Zunge.

Im Abgang ist der Gin relativ trocken im Vergleich zu der Fruchtigkeit, die man zuvor geschmeckt hat. Eine Wärme und mittlere Schärfe breiten sich aus. Sehr schön.

Zwischen den Welten gelagert

Ein Gin, den ich sehr spannend finde ob der Idee hier die Expertise, die die Hersteller seit über 200 Jahren haben, aus einem anderen Spirituosenbereich einfließen zu lassen. Ein Wortspiel mit Intention. Das Aroma macht Spaß und ist anders. Aber auch die Flasche ist eine wunderbare Sache: Durch die klare Flüssigkeit sind die für Tobermory bekannten farbenfrohen Häuser zu sehen, die die Küste leuchtend säumen. Man mag die Flasche gar nicht mehr aus der Hand geben, sondern immer wieder schauen wie die Farben durch den Gin vorbeiziehen wenn man die Flasche dreht.

Ein kleines Fest für Gin- und Whiskytrinker zugleich.

Cheers und Ginsalabim,
Jan von GinGinGin.de

Jan Persiel
Jan Persiel

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